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德语:《图片报》波斯历史系列报道:从世界帝国到毛拉的猎物

亚历山大大帝26岁时征服波斯,他自认为正在重塑世界格局。公元前330年,亚历山大焚毁了波斯波利斯——波斯帝国的中心,位于

亚历山大大帝26岁时征服波斯,他自认为正在重塑世界格局。

公元前330年,亚历山大焚毁了波斯波利斯——波斯帝国的中心,位于他马其顿故乡以东3000公里处。这象征着西方战胜了东方。

然而,波斯,作为现代伊朗的前身,早已是古老的文明——世界历史上的古老强权!

仅仅200多年前,居鲁士大帝统治着一个比人类历史上任何文明都更为辽阔的帝国:他的疆域从印度延伸到地中海,从利比亚延伸到今天的乌兹别克斯坦。居鲁士并非刽子手,而是一位富有远见的统治者。他允许宗教的存在,保护他多民族国家中的少数族裔,并建立了完善的行政体系。犹太人(以及《圣经》)尊崇他,视他为将犹太人从巴比伦奴役中解放出来的救世主。

居鲁士的继任者大流士(公元前550-486年)完善了这套体系。道路、税收、官员——波斯运转顺畅。在薛西斯统治时期,帝国达到了鼎盛。贸易路线和城市繁荣发展,它们总是建在水源附近,而不是易守难攻之地。但谁又敢攻击这个超级大国呢?

数十万士兵全副武装,向宿敌希腊进军。温泉关战役和萨拉米斯海战后来成为传奇,好莱坞也曾拍过这些战役。波斯虽有败绩,但始终保持着世界强国的地位。

直到亚历山大的出现。

这位年轻的马其顿人击败了波斯人,杀死了大流士三世(公元前330年),并确立了自己在亚洲的统治地位。波斯帝国土崩瓦解。但即使是亚历山大也意识到:他离不开波斯。他穿上了波斯服饰,娶了一位波斯女子(大流士的女儿斯塔特拉),并以伟大的君主之风统治着波斯。波斯并未消亡——而是发生了改变。

亚历山大去世后(公元前323年),波斯四分五裂。希腊人、罗马人、拜占庭人——所有人都觊觎波斯。尤利乌斯·凯撒以及后来的罗马皇帝都将这片地区视为世界霸权的关键。几个世纪以来,波斯一直是东西方交界的边境国家,是东方与西方的交汇点。

随后,伊斯兰教兴起。

公元7世纪,阿拉伯军队击败了萨珊王朝统治下的第二个波斯帝国。旧帝国再次覆灭。波斯人对先知琐罗亚斯德(“善思、善言、善行”)的信仰消逝,伊斯兰教占据主导地位。但即便如此,波斯人的身份认同依然存在——他们觉得自己远胜于阿拉伯人,这些“沙漠游牧民族”。

像菲尔多西(940-1020 年,其诗集《列王纪》共创作 55,000 首诗歌)这样的民族诗人保存了语言和历史,使波斯语成为当时的文学语言。

波斯医学(汲取数千年古代智慧)一直是已知世界的标准。由波斯国王沙普尔于公元 271 年创立的贡迪沙普尔学院,是第一所融合希腊、印度和波斯医学的教学医院——而当时中欧的人们仍然依赖迷信和野生草药。

波斯地毯艺术以其丰富的色彩和精湛的工艺享誉全球。

一条新的分界线出现,并延续至今:波斯皈依什叶派(尊崇由真主任命的伊玛目:精神领袖)。这使得波斯与占多数的逊尼派政权之间持续不断的冲突,逊尼派认为穆罕默德没有继承人,人民应该选举哈里发作为世俗领袖。波斯的敌人:首先是阿拉伯人(统治麦加),后来是奥斯曼帝国。他们的苏丹苏莱曼大帝(1534年征服巴格达)与波斯交战,正如19世纪欧洲列强(英国和俄罗斯)为了争夺该地区的影响力而与之对抗一样。

当欧洲工业化时,波斯却落后了。这个国家幅员辽阔,但国力衰弱。这使得它成为新世界秩序中列强觊觎的目标!

19世纪,英国抓住了这个机会。他们获得了烟草开采权,后来又获得了石油开采权。波斯王公们为了个人利益,将自己的国家一地一地出卖。伦敦赚得盆满钵满,而德黑兰却依然贫困。伊朗沦为大英帝国的后花园。

20世纪初,波斯人的愤怒日益增长。他们不仅对西方感到愤怒,也对本国的精英阶层感到愤怒。

曾经辉煌的帝国如今已沦为一片被剥削的土地。然而,居鲁士、薛西斯,以及波斯创造历史的辉煌岁月,依然深深铭刻在骄傲的波斯人的心中。

但这份骄傲终将让他们付出惨痛的代价!

Als Alexander der Große mit 26 Jahren Persien erobert, glaubt er, die Welt neu zu ordnen.

Im Jahr 330 vor Christus brennt Alexander Persepolis nieder – das Herz des persischen Reiches, 3000 Kilometer östlich seiner makedonischen Heimat. Ein Symbol: Der Westen triumphiert über den Osten.

Doch Persien, Vorläufer des heutigen Iran, war da schon alt – eine Ur-Macht der Weltgeschichte!

Gut 200 Jahre zuvor regiert Kyros der Große ein Reich, das größer ist als alles, was Menschen bis dahin kannten: Von Indien bis ans Mittelmeer reicht seine Macht, von Libyen bis ins heutige Usbekistan. Kyros ist kein Schlächter, sondern ein Herrscher mit Konzept. Er lässt Religionen zu, schützt Minderheiten in seinem Vielvölkerstaat, organisiert Verwaltung. Die Juden (und die Bibel) verehren ihn als Befreier der Juden aus der babylonischen Sklaverei.

Kyros’ Nachfolger Dareios (550–486 v. Chr.) perfektioniert das System. Straßen, Steuern, Beamte – Persien funktioniert. Unter Xerxes steht das Reich auf dem Höhepunkt seiner Macht. Die Handelsrouten und -städte florieren, sie werden stets an Wasserquellen gebaut, nicht dort, wo sie am leichtesten zu verteidigen wären. Doch wer sollte diese Großmacht angreifen?

Hunderttausende Soldaten stehen unter Waffen. Sie marschieren gegen den Rivalen Griechenland. Die Schlachten bei den Thermopylen und von Salamis werden später Legende. Hollywood kennt sie. Persien verliert mal hier, mal dort – aber bleibt eine Weltmacht.

Bis Alexander kommt.

Der junge Makedone schlägt die Perser, tötet Dareios III. (330 v. Chr.) und macht sich selbst zum Herrscher über Asien. Das persische Reich zerfällt. Doch selbst Alexander merkt: Ohne Persien geht es nicht. Er übernimmt persische Kleidung, heiratet persisch (Dareios’ Tochter Stateira), regiert wie ein Großkönig. Persien stirbt nicht – aber es verändert sich.

Nach Alexanders Tod (323 v. Chr.) wird das Land zerrieben. Griechen, Römer, Byzantiner – alle wollen Persien. Julius Cäsar und später die römischen Kaiser sehen das Gebiet als Schlüssel zur Weltmacht. Jahrhunderte lang ist Persien Frontstaat zwischen Ost und West, zwischen Orient und Okzident.

Dann kommt der Islam.

Im 7. Jahrhundert besiegen arabische Heere das zweite persische Großreich unter der Dynastie der Sassaniden. Das alte Reich fällt – erneut. Der persische Glaube an den Propheten Zarathustra („Gute Gedanken, gute Worte, gute Taten“) verschwindet, der Islam setzt sich durch. Doch auch diesmal bleibt die persische Identität – sie fühlt sich den Arabern, den „Nomaden der Wüste“, haushoch überlegen.

Nationaldichter wie Firdosi (940–1020, verfasst 55.000 Verse für sein „Buch der Könige“) bewahren Sprache und Geschichte, machen Farsi zur Literatursprache der Zeit.

Persische Heilkunst (greift zurück auf Tausende Jahre der Antike) bleibt Standard in der damals bekannten Welt. Die von Perser-König Schapur im Jahr 271 gegründete Akademie von Gundischapur ist das erste Lehrkrankenhaus, das griechische, indische und persische Medizin zusammenführt – als man in Mitteleuropa noch auf Aberglauben und Waldkräuter vertraut.

Persische Teppichkunst, weltweit unerreicht an Farbreichtum und Qualität.

Es entsteht eine neue Trennlinie, die bis heute wirkt: Persien wird schiitisch (verehrt wird eine Linie von Imamen: geistliche Führer, von Gott bestimmt). Damit steht das Land im Dauerkonflikt mit der Mehrheit der sunnitischen Mächte, die glauben, dass Mohammed ohne Nachfolger blieb und das Volk einen Kalifen als weltlichen Führer bestimmen soll.

Die Gegner: zuallererst die Araber (herrschen über Mekka), später die Osmanen. Deren Sultan Süleyman der Prächtige (erobert 1534 Bagdad) kämpft ebenso gegen Persien wie im 19. Jahrhundert die europäischen Herrschermächte (England, Russland) um ihren Einfluss in der Region.

Während Europa sich industrialisiert, verliert Persien den Anschluss. Das Land bleibt groß, aber schwach. Und das macht es attraktiv – als Beute der Großmächte der neuen Weltordnung!

Im 19. Jahrhundert greifen die Briten zu. Sie sichern sich Tabakrechte, später Öllizenzen. Persische Fürsten verkaufen ihr Land scheibchenweise – oft für persönliche Vorteile. London verdient Millionen, Teheran bleibt arm. Der Iran wird zum Hinterhof des britischen Empires.

An der Schwelle zum 20. Jahrhundert wächst der Zorn der Perser. Nicht nur gegen den Westen – auch gegen die eigenen Eliten.

Aus dem stolzen Weltreich ist ein ausgebeutetes Land geworden. Und dennoch: Die Erinnerung an Kyros, an Xerxes, an die Zeit, als Persien Geschichte schrieb, lebt in den Köpfen der stolzen Perser weiter.

Doch dieser Stolz wird sie noch teuer zu stehen kommen!